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Gefährliche Irrungen der “Woke-Linken”

„Eine Ideologie annehmen heißt immer ihr Erbe an ungelösten Widersprüchen übernehmen.“ (Georg Orwell) 
 
Die Schlagzeilen häufen sich in der letzten Zeit: „Bande von Jugendlichen prügelt Trans-Frau ins Krankenhaus“ (Bremen), „16-Jähriger greift Trans-Frau mit Pflasterstein an“ (Berlin), der traurige Höhepunkt: Der Totschlag eines harmlosen Teilnehmers der CSD-Parade in Münster durch einen Tschetschenen. Die Täter sind samt und sonders Muslime, im Fall Münster auch noch ein abgelehnter Asylbewerber. Und ich frage mich oft: Merken die Linken und Grünen eigentlich noch was? 
 
Dass sich Juden in Deutschland nicht mehr sicher fühlen können ist inzwischen bekannt, die Ratschläge der jüdischen Gemeinden, in bestimmten Regionen bloß keine Kippa zu tragen führt nicht zur Empörung, sondern wird achselzuckend hingenommen. Ignoranz paart sich mit linkem Antisemitismus, das Ergebnis kann die ganze Welt auf der Documenta besichtigen. 
 
 
Dass Frauen erheblich gefährlicher leben als noch vor 2015 stört auch nur die bösen Rechten, für die Vielfalt ist anscheinend kein Opfer zu groß. Nun trifft es eine der von den Linken besonders betüddelte Gruppe, die Schwulen, Lesben, und was es sonst noch alles gibt. Und nun? Was passiert mit der vielbeschworenen „Vielfalt“ in Deutschland, wenn die größte der gehätschelten Minderheiten, die muslimischen Migranten, so gar keine Lust hat auf Diversity und den ganzen Quark? 
 
Das kommt bei einer Identitätspolitik heraus, für die eben nicht alle Menschen gleich sind, sondern einige gleicher, weil sich der Anspruch auf Schutz und Würde nur noch nach Hautfarben, sexuelle Orientierung und Opferstatus bemisst. Dahinter steht eine zutiefst rassistische und menschenverachtende Ideologie. Wer da noch „weiß“ und „normal“ ist, hat ganz schlechte Karten und darf sich über die kulturellen Eigenheiten unserer Zuwanderer oder Diffamierungen durch unsere „Antidiskriminierungsbeauftragte“ nicht beklagen. Was eine Beleidigung ist, hängt nicht mehr davon ab, was gesagt wird, sondern allein von und zu wem. 
 
Es spricht Bände, dass sich die Blase der Trans-Aktivisten beim Totschlag in Münster standhaft geweigert hat, einen Zusammenhang mit dem radikalislamischen Hintergrund des Täters zu sehen, sondern die Schuld bei den Feministinnen alter Schule suchte. Was beharren diese auch darauf, dass es Unterschiede gibt zwischen einer Frau und einem Mann, der sich für eine hält. Die krude Logik dahinter: Gibt es keine Unterscheidung mehr, erübrigt sich jede Angriffsfläche. Das hat der Täter in Münster anders gesehen.
 
Wir lernen, für ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung reicht es nicht, bunt gestreifte Fahnen zu schwenken und die Wirklichkeit zu verdrehen. Wer sich nur für Minderheiten einsetzt und nicht für alle Menschen gleichermaßen, kommt da irgendwann durcheinander und die Identitätspolitik an ihre Grenzen. Das Ausspielen von Minderheiten gegeneinander und gegen die Mehrheit führt zu Spaltung und gesellschaftlichem Zerfall. Auch das gehört zu den ideologischen Widersprüchen, die die Linke ignoriert. Was daraus wird, auch das hat George Orwell eindrucksvoll beschrieben.
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Ulrike Schielke-Ziesing

Bundestagsabgeordnete

Demokratie lebt vom Streit, von der Diskussion um den richtigen Weg. Nichts ist alternativlos.

Ulrike Schielke-Ziesing

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